Eine schöne Adventszeit

wünschen die Maine Coons vom Funkenschlag


Für GIOIA suchen wir ein neues Zuhause :(

Was mir am Herzen liegt!

Diese Züchterin spricht mir von der Seele, stimme ihr da voll und ganz zu, daher habe ich ihren Text hier mal eingestellt: 

Seit geraumer Zeit wird die Maine Coon massiv in eine übertriebene Richtung gezüchtet. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Katze immer größer, der Typ immer überzogener ausgeprägt wird. Die Ohren werden immer größer, die Pinsel immer länger, Gewicht und Größe immer ausufernder. Die derzeitigen Showkatzen haben mit der ursprünglichen Maine Coon kaum noch etwas gemein. Leider bringt diese übertriebene Selektion auch viele Nachteile für die Rasse mit sich. Folgeschäden sind z.B. Herzprobleme, Hüftgelenkserkrankungen und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, parasitäre Infektionen und Allergien.

Weiterhin bringt es die Konzentration auf die ständige Steigerung der optischen Rassemerkmale mit sich, dass insgesamt eine genetische Verarmung der Population auftritt, weil bevorzugt nur noch wenige, extreme Linien zur Zucht herangezogen werden und diese fast ausschließlich untereinander verpaart werden. Die Verringerung des Genpools führt langfristig zu einer Schwächung der Rasse insgesamt. Darum wird aus der eigentlich vor Gesundheit strotzenden, und selbstständig überlebensfähigen Rasse Maine Coon langsam, aber sicher, ein sorgfältig zu hegendes Luxus-Pflänzchen mit diversen gesundheitlichen An- und Auffäligkeiten.

Ich gebe mir größte Mühe, dass meine Katzen eben NICHT aus den wenigen, populationsbestimmenden Linien stammen. Sie finden deshalb bei uns keinen selektierten Extrem-Typ und keine Zucht in Richtung Showkatze, sondern eine bunte Mischung der noch ursprünglicheren Maine Coon Typen. Für mich ist die Maine Coon Zucht eine Gratwanderung zwischen den Bedürfnissen der Rasse im Interesse der Rasse- und Gesunderhaltung, und den sich wandelnden Wünschen der Kittenkäufer, wobei Letzteres nur ansatzweise berücksichtigt wird. Ich hoffe aber auf ein baldiges Umdenken unter den Maine Coon Liebabern, denn ich denke, die Coonie ist ganz wunderbar, so wie sie ist und war, auch ohne immer weitere Überzeichnungen. Ganz zu schweigen von ihrem unvergleichlichen Wesen, welches bei reiner Selektion auf optische Merkmale irgendwann auch schwinden wird. Um unser Genmaterial zu festigen und auf bestimmten Alleelen Reinerbigkeit in Richtung unserer Zuchtziele zu erzielen, finden planmäßige Linienverpaarungen statt. Für den Käufer eines Liebhabertieres ist das nicht weiter von Interesse, bei geplantem Zuchteinsatz wäre dieser Aspekt jedoch vom Käufer zu berücksichtigen. Den Ferral-Typ werden Sie bei und eher selten finden, in der Regel auch keine Kater, die 15 Kilo schwer werden. Ich bevorzuge den moderaten Typ. Viele sind der Meinung, Zucht wäre eine Einbahnstraße, und die Rasse könnte immer nur vorangetrieben werden. Ich sehe das anders:

Auf der Spitze des Berges geht es zwangsläufig irgendwann nicht mehr weiter, da ist Ende! Die Maine Coon wurde durch züchterischen Einfluss bereits so sehr verändert, dass es sich bei vielen Linien eigentlich im Vergleich zu den Ursprungstieren schon fast um eine andere Rasse handelt. Hier geht meiner Meinung nach die Zucht zu weit. Ich persönlich mag die Rasse lieber etwas weniger ...hmm... "außerirdisch". Wenn man die heutigen Maine Coons vergleicht, sieht man Tiere, die augenscheinlich nicht derselben Rasse anzugehören scheinen. Das Zuchtziel des Züchters ist in der Regel das maximale Extrem. Denn nur damit findet man unter Züchterkollegen und auf Ausstellungen auch die maximale Anerkennung. Eines meiner Zuchziele ist die optische Erhaltung der Rasse, die ursprünglich einem sehr moderaten Typ entsprochen hat. Ich trete damit bewusst nicht in Konkurrenz mir Züchterkollegen von Show- und Ausstellungskatzen, sondern möchte mich ausdrücklich von der Extremzucht distanzieren. Jeder Topf findet seinen Deckel. Ich habe nicht prinzipiell etwas gegen die Extremzucht, falls dabei die Gesundheit nicht vernachlässigt wird, finde den Weg nur für mich persönlich nicht richtig. Unsere Katzen sind und bleiben "Jedermann-Coonies": Für den Normalbürger erschwinglich, von liebem Wesen, robuster Konstitution und harmonischem Äußeren (Ausnahmen bestätigen die Regel :D) mit gerne noch etwas rundlicherem Körperbau, nicht zu riesigen Ohren und mit normaler Coonie-Schnute, normalen Pinseln und moderater Größe - eine Schmusekatze zum Gernhaben für Familien mit und ohne Kinder. Für Aussteller und Züchterkollegen sind unsere Coonies in der Regel eher ungeeignet, denn sie werden (und sollen) nicht die Top-Preise abräumen. Erhaltungs-Züchter, die einen vergleichbaren Weg gehen und keine Angst davor haben, ihre Einstellung offen zu vertreten, sind als Interessenten für Zuchtkatzen willkommen.

 

Dieser Text stammt von der Maine Coon Züchterin Nicole Stark, sie hat es mir genehmigt, dass ich ihn auf meine Seite setze. Kopieren oder weiterverbreiten ist daher ausdrücklich verboten!! Herzlichen Dank, Nicole

 

Sandra Funke

Wieststraße 13

86529 Schrobenhausen
Telefon: 08252/883624

Mobil: 0170/9327671
Email: mc-coons-vom-funkenschlag@gmx.de

 

 

 Und noch ein kleiner Hinweis an Interessenten:

 

Mit oder ohne Stammbaum ?

 

Ein Stammbaum kostet zwischen 15-20 Euro!!!

 Wenn Sie trotzdem ein Tier ohne Stammbaum kaufen, unterstützen sie damit

einen Vermehrer, der keinem Verein angehört und sich somit auch nicht

kontrollieren lässt, wie oft seine Kätzinnen im Jahr Babys bekommen. Denn die Erholungszeit zwischen den Würfen ist sehr wichtig, damit die Mamas wieder zu Kräften kommen können!

Wenn Ihnen der Preis zu hoch ist, sollten Sie zunächst

bedenken was das Tier Sie in der Haltung kosten wird, denn

wahrscheinlich sind dann auch diese Kosten zu hoch für Sie.

Dann wäre die Option, sich für ein Tier aus dem

Tierheim oder vom Tierschutz zu entscheiden, die bessere Wahl.

Diese Tiere sind genauso liebenswert wie Rassekatzen, jedoch

unterstützen sie durch den Erwerb einer Tierheimkatze nicht

die Schwarz-, Massen- und Mixzüchter.

 

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Aktualisiert: 12.12.2017